5 Faktoren, die Sie beim (kreditfinanzierten) Immobilienkauf im Blick haben sollten

  1. Kaufnebenkosten:

Zum Preis für die Immobilie selbst kommen noch Grunderwerbsteuer – je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent – sowie Notarhonorare und gegebenenfalls Maklerkosten hinzu. Ergibt insgesamt in der Regel mehrere Zehntausend Euro.

  1. Laufende Kosten:

Zwar entfallen die Mietkosten, doch auch als Eigentümer muss man laufende Kosten schultern, die gern unterschätzt werden – Betriebskosten für Müllentsorgung, Heizung, Energie, Wasser oder Versicherungen, aber auch Renovierungskosten, für die idealerweise Rückstellungen gebildet werden sollten; hinzu kommen natürlich noch Zins und Tilgung für den Immo-Kredit.

  1. Zinsbindung:

Vorsicht vor verlockend niedrigen Zinssätzen bei nur 5 oder 10 Jahren Festschreibungszeit!  Wenn das Zinsniveau beispielsweise nach Ablauf der vereinbarten Zinsfestschreibungszeit wieder deutlich höher liegen sollte, kann die Anschlussfinanzierung teuer werden. Da lohnt es sich meist, einen etwas höheren Zinssatz im Gegenzug für eine längere Laufzeit (und damit mehr Planungssicherheit) zu vereinbaren. Sollte das Zinsniveau nach 10 Jahren niedriger liegen, kann der Kreditnehmer auf den § 489 BGB verweisen. Danach hat ein Kreditnehmer das Recht, unter Beachtung der Kündigungsfrist den Kredit nach 10 Jahren kostenfrei entweder ganz oder teilweise kündigen. Entscheidend ist der Einzelfall, der mit einem versierten Finanzierungsberater durchleuchtet werden sollte.

  1. Eigenkapital:

Was viele Immo-Käufer nicht wissen: Auch Eigenleistungen werden häufig von Kreditgebern als Eigenkapitalersatz angerechnet. Zudem sollte geprüft werden, ob man mit einer KfW-Förderung die Ausgangsbasis für die Finanzierung verbessern kann.

  1. Tilgungsrate:

Die Tilgungsrate sollte flexibel sein, um die Schulden gegebenenfalls – zum Beispiel bei beruflichem Aufstieg oder nach einer Erbschaft – schneller abtragen zu können.